In pharmazeutischen Qualitätskontrolllaboren ist die Identitätsprüfung unverzichtbar, um die Sicherheit und Wirksamkeit des Endprodukts sicherzustellen. Von der Wareneingangskontrolle über die pharmakopöekonforme Verifizierung bis zur Prüfung des Fertigprodukts müssen alle Ergebnisse gemäß GMP reproduzierbar, rückverfolgbar und auditfähig sein. 

Die FTIR- und Raman-Spektrometer von Anton Paar unterstützen diese Workflows durch schnelle molekulare Identifizierung und Verifizierung in verschiedenen Phasen des Prozesses. Mit AP Spectroscopy Suite, AP Connect und der Qualifizierungsdokumentation lassen sich Ergebnisse nicht nur effizient erzeugen, sondern auch dokumentieren, überprüfen und übertragen, um regulatorische Anforderungen zu erfüllen.

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Wo FTIR- und Raman-Spektrometer pharmazeutische Entscheidungen fundiert unterstützen

FTIR- und Raman-Spektrometer liefern komplementäre Erkenntnisse bei der Verifizierung von Materialien vor dem Einsatz in der Produktion, bei der Prüfung von Rohstoffen nach Arzneibuchstandards in QC-Laboren sowie bei der Bestätigung von Fertigprodukten vo

Formulierungsentwicklung

Komplementäre FTIR- und Raman-Fingerabdrücke ermöglichen den Vergleich von Wirk- und Hilfsstoffen, die Bewertung von Formulierungskandidaten sowie die Überwachung der Stabilität.

Wareneingangsprüfung

Die Raman-Spektroskopie ermöglicht im Wareneingang eine schnelle, zerstörungsfreie Materialprüfung – häufig direkt durch die Verpackung hindurch –, noch bevor die Materialien in den Produktionsprozess gelangen.

Rohstoffidentitätsprüfung im QC-Labor

FTIR unterstützt die standardisierte Identitätsprüfung anhand freigegebener Referenzen mit reproduzierbarer Probenahme und methodisch definierten Akzeptanzkriterien gemäß den QC-Verfahren.
 

Qualitätskontrolle von Fertigprodukten

FTIR lässt sich zur Identitätsprüfung von Fertigprodukten, für Bestätigungsprüfungen und zur Unterstützung bei Abweichungsuntersuchungen einsetzen.
 

Datenintegrität und Auditbereitschaft

Versionierte Methoden, rollenbasierte Zugriffsrechte, Audit-Trails und Prüf- und Freigabeworkflows in der AP Spectroscopy Suite ermöglichen rückverfolgbare, GMP-konforme Qualitätskontrollprozesse und gewährleisten Auditbereitschaft.
 

Bereit, Ihre Pharma-Spektroskopie-Workflows zu optimieren?

Erfahren Sie, wie sich mit FTIR- und Raman-Spektroskopie und regelkonformer Software über Ihre gesamten QC-Prozesse hinweg papierlose, auditfähige Ergebnisse erzielen lassen.

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Schwingungsspektroskopische Fingerabdrücke für die pharmazeutische Qualitätskontrolle

Die regulatorische Bedeutung der FTIR- und Raman-Spektroskopie spiegelt sich in Arzneibuchstandards wider, die beide Verfahren für die qualitative wie auch quantitative Charakterisierung pharmazeutischer Materialien anerkennen. USP 〈854, 1854〉, ChP 0402, Ph. Eur. 2.2.24 und JP 2.25 definieren Infrarotmethoden, auf die in mehr als 1.300 Monographien Bezug genommen wird, während USP 〈858, 1858〉, ChP 0421, Ph. Eur. 2.2.48 und JP 2.26 Raman-Methoden definieren.

Monitor displaying AP Spectroscopy Suite interface with Raman spectra graph and measurement details panel on white background

Schnellere Wareneingangsfreigabe

Entscheiden Sie per Raman-Spektroskopie über die Freigabe oder Zurückweisung von Materialien im Wareneingang, noch bevor sie in den Qualitätskontrollprozess gelangen.
Die sondenbasierten Raman-Spektrometer der Cora-Serie erfassen im Wareneingang innerhalb von Sekunden Spektren, gleichen sie mit freigegebenen Referenzspektren ab und ermöglichen so eindeutige Freigabe- oder Zurückweisungsentscheidungen. Messungen können durch transparente Verpackungen aus Glas oder bestimmten Kunststoffen hindurch erfolgen, sodass die Behälter nicht geöffnet werden müssen. Dadurch sinken Handhabungsaufwand und Kontaminationsrisiko, die Materialfreigabe wird beschleunigt, und für die anschließende Verifizierung in der Qualitätskontrolle stehen rückverfolgbare Ergebnisse zur Verfügung.

Monitor displaying AP Spectroscopy Suite data explorer with analysis sessions list, verification results, and IR spectrum graph for paracetamol sample

Reproduzierbare, pharmakopöenkonforme Verifizierung

Treffen Sie Freigabeentscheidungen in der QC auf Grundlage von FTIR-Identitätsprüfungen gemäß Arzneibuchvorgaben.
Die Lyza-Serie ermöglicht die Ausführung vordefinierter Methoden im QC-Labor und integriert Messung, Datenverarbeitung und Spektrenvergleich in einem durchgängigen Workflow. Routineproben werden mit minimaler Probenvorbereitung direkt mittels ATR gemessen, während das modulare Zellkonzept von Lyza diesen Ansatz auf weitere Probenarten erweitert. Spektren werden mit freigegebenen Bibliotheken abgeglichen, Übereinstimmungswerte automatisch berechnet und eindeutige Pass/Fail-Ergebnisse ausgegeben. Das ermöglicht eine zuverlässige Identifizierung und unterstützt im Rahmen routinemäßiger QC-Prüfungen die Erkennung von Abweichungen oder Fremdmaterialien.

Monitor displaying AP Spectroscopy Suite with quantification model overview, CBD mixture data, and calibration curve; Lyza 3000 referenced in interface

Zuverlässige Quantifizierung für Qualitäts- und Prozesskontrolle

Ermitteln Sie Konzentrationen als fundierte Entscheidungsgrundlage in Qualitätskontrolle und Prozesskontrolle. Mit den Serien Lyza und Cora bestimmen Sie API-Konzentrationen in Rohstoffen, Zwischenmischungen und fertigen Darreichungsformen wie Tabletten oder Kapseln. Quantifizierungsmodelle werden auf Basis von Referenzproben mittels linearer Kalibrierung erstellt, wobei spektrale Merkmale mit der API-Konzentration korreliert werden. Diese Modelle sind in die Methoden-Workflows von Lyza und Cora integriert und kombinieren Spektrenverarbeitung mit Peak-Auswertung, um in der Qualitätskontrolle konsistente Ergebnisse zu liefern.

Anton Paar Spectroscopy Suite interface showing audit trail for Lyza 3000, with timestamped entries, status list, and detailed record panel

Auditsichere Workflows mit AP Spectroscopy Suite

Stellen Sie sicher, dass Analyseergebnisse gemäß den Anforderungen von 21 CFR Part 11, GAMP 5 und EU-GMP-Anhang 11 erstellt, überprüft und freigegeben werden. Eine FTIR- und Raman-Spektrometerkonfiguration mit Lyza und Cora in Kombination mit AP Spectroscopy Suite und methodenbasierten Workflows unterstützt die Compliance in folgenden Bereichen:

  • Rollenbasierte Zugriffsrechte und -beschränkungen (einschließlich Active Directory-Integration)
  • Versionierte Methoden und Bibliotheken
  • Elektronische Signaturen sowie konfigurierbare Prüf- und Freigabeworkflows
  • Audit-Trails mit durchsuchbaren Protokolleinträgen
Open ring binder labeled “AISQ+ Lyza 3000 or 7000 with Spectroscopy Suite” by Anton Paar, with ruler, pen, and calibration standards beside it

Qualifizierungsaufwand reduzieren und Datenübertragung vereinheitlichen

Weisen Sie nach, dass qualifizierte Systeme und eine rückverfolgbare Datenverarbeitung über den Instrumenten-Workflow hinausreichen. Die AISQ+-Dokumentation für DQ/IQ/OQ/PQ belegt, dass jedes System für seinen vorgesehenen Einsatzzweck geeignet ist, und reduziert zugleich den internen Qualifizierungsaufwand für die Erfüllung der Anforderungen aus 21 CFR Part 11 und EU-GMP-Anhang 11.
AP Connect überträgt freigegebene Ergebnisse automatisch an LIMS-, ELN- oder ERP-Systeme, standardisiert Schnittstellen, reduziert manuelle Datenübertragungen und unterstützt so einen sicheren, nachvollziehbaren digitalen Workflow.

Entdecken Sie unsere Lösungen für regelkonforme FTIR- und Raman-Spektroskopie

Pharmazeutische Gerätequalifizierung

Anwendungsberichte und technische Beispiele

Entdecken Sie praxisnahe Beispiele für FTIR- und Raman-Anwendungen in pharmazeutischen und regulierten Umgebungen.

Identitätsprüfung von Rohstoffen mit Lyza 7000

Das FTIR-Spektrometer Lyza 7000 bietet in Kombination mit der regelkonformen AP Spectroscopy Suite eine präzise und effiziente Lösung für die Analyse von Rohstoffen und ist vollständig mit internationalen Arzneibüchern konform. 

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Arzneibuchkonforme Identifizierung von Chenodesoxycholsäure

Arzneibuchmonografien definieren strenge Standards für die Qualitätskontrolle pharmazeutischer Substanzen. 

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Quantifizierung eines pharmazeutischen Wirkstoffs in Hilfsstoffmatrix

Die Fourier-Transform-Infrarotspektroskopie in diffuser Reflexion (DRIFTS) ermöglicht die Analyse von Pulvern mit geringen Analytkonzentrationen bei minimalem Probenvorbereitungsaufwand.

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Identitätsprüfung von Rohstoffen mittels Raman-Spektroskopie

Wirkstoffe (APIs), also die pharmakologisch aktiven Bestandteile eines Arzneimittels, müssen gemäß internationalen Arzneibüchern und GMP-Richtlinien unter anderem auf ihre chemische Identität geprüft werden.

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Unterscheidung verschiedener Kristallmodifikationen von Titandioxid

Die Raman-Spektroskopie liefert einen eindeutigen chemischen Fingerabdruck einer Substanz. Mit der Raman-Spektroskopie lassen sich nicht nur Unterschiede in der chemischen Zusammensetzung, sondern auch in der Kristallstruktur erkennen.

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Identifizierung ätherischer Öle

Mit der Raman-Spektroskopie lassen sich verschiedene ätherische Öle mühelos anhand ihres einzigartigen chemischen Fingerabdrucks unterscheiden.

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Kontaktieren Sie uns für eine individuelle Beratung zu Ihrer konkreten Anwendung.

Unser Vertriebsteam wird sich mit den Informationen, die Sie benötigen, bei Ihnen melden.

FTIR- und Raman-Spektrometer für pharmazeutische Workflows

FTIR- und Raman-Spektrometer für pharmazeutische Workflows – Seite 1
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FTIR- und Raman-Spektrometer für pharmazeutische Workflows – Seite 2
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Häufig gestellte Fragen

Q1: Benötige ich sowohl FTIR als auch Raman?
Nicht unbedingt. Viele Teams in der pharmazeutischen Qualitätskontrolle beginnen abhängig von ihren Materialien und SOPs zunächst mit einer der beiden Techniken. Da FTIR und Raman unterschiedlich mit Proben und Verpackungen wechselwirken, kann die Ergänzung um die zweite Technik Sonderfälle reduzieren und die Abdeckung im Wareneingang, in der Qualitätskontrolle und bei Untersuchungen verbessern.

Q2: Wann sollte ich FTIR und wann Raman für Identitätsprüfungen einsetzen?
Beide sind etablierte schwingungsspektroskopische Verfahren zur molekularen Identifizierung. Die Auswahl hängt in der Regel von Probenform, Verpackung und Handhabungseinschränkungen sowie davon ab, wie die Methode in Ihren GMP-Workflow eingebunden ist. Viele Standorte standardisieren FTIR und Raman, um auch unter unterschiedlichen Probenahmebedingungen eine konsistente Identifizierung sicherzustellen.

Q3: Wie wird die Identifizierung üblicherweise durchgeführt?
Die Identitätsprüfung erfolgt in der Regel durch den Vergleich mit freigegebenen Referenzspektren, die in einer kontrollierten Bibliothek gespeichert sind. Akzeptanzkriterien (z. B. Korrelationsschwellenwerte) werden vorab festgelegt und in der Methode hinterlegt. In AP Spectroscopy Suite lassen sich diese Methoden in geführten Workflows ausführen und liefern klare Prüfergebnisse mit vordefinierter Entscheidung über Bestehen oder Nichtbestehen.

Q4: Können FTIR- und Raman-Spektrometersysteme von einem Arbeitsplatz aus betrieben werden?
AP Spectroscopy Suite ermöglicht den Betrieb von Lyza FTIR- und Cora Raman-Systemen in einer gemeinsamen PC-Umgebung. Das unterstützt standardisierte Workflows, eine zentrale Methodenverwaltung und eine konsistente Datenverarbeitung über beide Techniken hinweg.

Q5: Welche Funktionen unterstützen die Einhaltung regulatorischer Anforderungen?
Kontrollierte Benutzerrollen, elektronische Signaturen, Audit Trails und Qualifizierungsdokumentation unterstützen die Einhaltung regulatorischer Anforderungen wie 21 CFR Part 11 / EU Annex 11 (siehe Produktdetails).

Q6: Was bedeutet „regelkonformer Workflow“ in der Praxis?
In der Praxis stellt ein regelkonformer Workflow sicher, dass nur autorisierte Personen Änderungen an Methoden vornehmen können, dass alle Änderungen rückverfolgbar sind und dass Ergebnisse einen strukturierten Prüf- und Freigabeprozess durchlaufen. Das bedeutet auch, dass Daten sicher gespeichert werden und über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg zugänglich und überprüfbar bleiben.

Q7: Welche Unterstützung gibt es bei Implementierungen in regulierten Umgebungen?
Anton Paar bietet AISQ+-Qualifizierungsdokumentationspakete und strukturierte Unterstützung, um Installation und Betrieb mit DQ-, IQ-, OQ- und PQ-Anforderungen in Einklang zu bringen. Das hilft Laboren, den internen Aufwand zu reduzieren und Systeme für den regulierten Routineeinsatz vorzubereiten.

Q8: Wie lassen sich Ergebnisse in LIMS/ELN übertragen?
AP Connect ermöglicht einen strukturierten, automatisierten Datentransfer zwischen Instrumenten und Unternehmenssystemen wie LIMS oder ELN. Je nach Konfiguration reichen die Integrationsoptionen von dateibasierten Schnittstellen bis zur Kommunikation per REST-API, wodurch manuelle Übertragungen entfallen und die Datenintegrität verbessert wird.