Forschende am IMDEA Materials Institute verwenden SAXSpoint 5.0, um zu untersuchen, wie sich die Polymerverarbeitung auf die kristalline Morphologie und die Materialeigenschaften auswirkt. Routine-SAXS/WAXS-Messungen im eigenen Labor ermöglichen dem Team einen schnelleren Zugriff auf Strukturinformationen und mehr Flexibilität bei der Durchführung von Experimenten.

Land

Vereinigtes Königreich

Polymerstruktur verstehen

Das IMDEA Materials Institute (Instituto Madrileño de Estudios Avanzados en Materiales) ist ein öffentliches Forschungszentrum, das in Materialwissenschaft und Werkstofftechnik führend ist. Die Polymerforschung des Instituts untersucht, wie molekulare Architektur, Formulierung und Verarbeitungsparameter die kristalline Mikrostruktur und die Materialeigenschaften beeinflussen. 

„Unser Ziel ist es zu verstehen, wie sich Veränderungen der molekularen Architektur, der Formulierung und der Verarbeitungsparameter auf die Ausbildung der kristallinen Mikrostruktur auswirken und wie diese Mikrostruktur die Eigenschaften eines Materials beeinflusst“, sagt Dr. Juan Pedro Fernández Blázquez, wissenschaftlicher Mitarbeiter und technischer Koordinator am IMDEA Materials Institute.

Um diese Zusammenhänge zu untersuchen, kombinieren die Forschenden von IMDEA SAXS mit DSC, DMA, Rheologie und mechanischen Prüfungen. SAXS liefert Informationen über kristalline Phasen und Strukturparameter wie Lamellendicke und Langperiode. In-situ-SAXS/WAXS-Messungen erfassen strukturelle Veränderungen während der Wärmebehandlung und mechanischen Verformung.

Von begrenzter Strahlzeit zu einem schnelleren Forschungszyklus

2023 installierte IMDEA die Laborstrahllinie SAXSpoint 5.0 von Anton Paar und ermöglichte den Forschenden damit den direkten Zugang zu SAXS/WAXS-Messungen vor Ort. Statt nur ein- oder zweimal pro Jahr auf ein Synchrotron zugreifen zu können, kann das Team nun täglich Messungen durchführen, unmittelbar Strukturinformationen erhalten und Versuche anpassen, ohne monatelang auf Strahlzeit warten zu müssen. 

„Die Datenqualität und die Möglichkeit, routinemäßige SAXS/WAXS-Experimente bei Bedarf am Institut durchzuführen, haben unsere Forschungsmöglichkeiten erheblich erweitert“, sagt Fernández Blázquez. 

Seit der Installation hat SAXSpoint 5.0 zu mehr als 10 wissenschaftlichen Publikationen beigetragen. Fernández Blázquez erwartet, dass diese Zahl künftig 15 bis 20 pro Jahr erreichen wird. 

Die ausgezeichnete Strahlstabilität, die optimierte Untergrundkontrolle und der einfachere Versuchsaufbau ermöglichen zudem effizientere Routinemessungen und Datenanalysen. 

„Der gesamte Forschungszyklus ist deutlich effizienter geworden, wodurch wir Daten erheblich schneller generieren und wissenschaftliche Ergebnisse rascher veröffentlichen können.“ 

Bewährte Partnerschaft weiter ausbauen

SAXSpoint 5.0 ist eines von mehreren Geräten von Anton Paar, die bei IMDEA zum Einsatz kommen, und unterstreicht das Vertrauen des Instituts in die Geräte von Anton Paar sowie in den umfassenden technischen und applikationsbezogenen Support des Unternehmens.

„Bei Fragen zur Dateninterpretation, Versuchsplanung oder Einführung neuer Messprotokolle konnten wir uns stets auf die Fachkompetenz und Reaktionsschnelligkeit von Anton Paar verlassen“, sagt Fernández Blázquez.

„Die Datenqualität und die Möglichkeit, routinemäßige SAXS/WAXS-Experimente bei Bedarf am Institut durchzuführen, haben unsere Forschungsmöglichkeiten erheblich erweitert. “

Dr. Juan Pedro Fernández Blázquez – wissenschaftlicher Mitarbeiter und technischer Koordinator, IMDEA Materials Institute

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