Behandlung der inneren Oberfläche von Hämodialysemembranen

Die Zetapotenzialmessung hilft bei der Verbesserung der Biokompatibilität von Hämodialysemembranen.

Die extrakorporale Blutwäsche ist die einzige Möglichkeit, Patienten mit chronischer oder akuter Niereninsuffizienz über längere Zeit am Leben zu erhalten. Hämodialyse entfernt Giftstoffe aus dem Blut und ersetzt so die Nierenfunktion.

Für diesen Vorgang werden künstliche Ultrafiltrationsmembranen aus Polysulfon (PSU) in Form von gebündelten Hohlfasern eingesetzt. Um die Biokompatibilität der Membranen zu verbessern und um Komplikationen beim Kontakt mit Blut zu vermeiden, muss die innere Oberfläche von Hämodialysemembranen modifiziert werden.

Die Einführung reaktiver Carbonsäuregruppen (-COOH) an der Poly-      sulfonoberfläche ist eine Möglichkeit, die Oberfläche für die Aufbringung von biologisch aktiven Substanzen vorzubereiten.

Der Vergleich des Zetapotenzials von unbehandelten und modifizierten Hämodialysemembranen zeigt die Effizienz der Membranbehandlung.

Der isoelektrische Punkt (IEP, pH an dem ζ = 0 mV) verschiebt sich von pH 5 für die unbehandelte PSU Membran zu pH 3,5 für die carboxylierte Membran. Diese Verschiebung des IEP sowie die unterschiedlichen Zetapotenzialverläufe weisen auf die erfolgreiche Einführung von Carbonsäuregruppen an der inneren Oberfläche der Hämodialysemembranen hin.


Daten zur Verfügung gestellt von Fresenius Medical Care, Deutschland

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