2020-01-31 | Corporate

Feuer und Flamme

Der Flammpunkt ist eine Kenngröße, die für die Klassifizierung als „entzündlich“, „entzündbar“ oder „brennbar“ im Bereich Transport, Lagerung, Umgang und anderer Sicherheitsvorschriften herangezogen wird. 

Pensky-Martens-Methode

Eine Methode, mit der man den Flammpunkt bestimmen kann, ist die Pensky-Martens-Methode, die auch bis heute zur Klassifizierung von brennbaren Flüssigkeiten verwendet wird. Der PMA 500 bestimmt den Flammpunkt primär mit dieser Methode, kann aber auch für kundenspezifische Anwendungen verwendet werden.

Die Probe wird in den Tiegel der Pensky-Martens-Prüfeinrichtung gefüllt und so erwärmt, dass sich unter Rühren ein konstanter Temperaturanstieg ergibt. In definierten Abständen wird durch eine Öffnung im Tiegeldeckel eine Zündquelle in den Dampfraum eingetaucht und dabei gleichzeitig das Rühren unterbrochen.

Die niedrigste Temperatur, bei der die Zündquelle die Dampfphase über der Probe entzündet und sich eine Flamme über die Oberfläche der Flüssigkeit ausbreitet, wird als Flammpunkt bezeichnet.

Dabei ist der Verbrennungsvorgang schnell beendet, da sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht genug brennbare Dämpfe entwickelt haben, um die Verbrennung aufrecht zu erhalten. „Man sieht nur ein kurzes Aufflammen auf der Probe“, erklärt der Produktmanager Kenji Yamamoto. 

Flammpunktmessung mit der Komfortklasse 

Die Bedienung des PMA 500 könnte einfacher nicht sein. Dank der vorkonfigurierten Messmethoden kann sofort losgelegt werden: Einfach die vorgegebene Probenmenge in den Tiegel füllen und verschließen, danach den Multidetektor in den Deckel setzen und den Tiegel in den PMA 500 geben. Anschließend muss man nur noch den erwarteten Flammpunkt eingeben und die Methode auswählen. Mit dem Tippen auf Start geht‘s los.

Während der Messung kann die Heizrate der Probe mit allen weiteren Parametern in Echtzeit grafisch auf dem Dashboard nachverfolgt werden. Dabei misst der Multidetektor – ein wahres Multitalent – stetig die Probentemperatur und detektiert den Flammpunkt, wenn es zu der Entzündung der Dampfphase kommt. Ein völlig neues Konzept des Multifunktionskopfes erlaubt ein vollautomatisches Einschwenken in die Messposition. Weitere Vorteile: kein Herumhantieren mit Steckern, keine offenen Kabel und ein integriertes Statuslicht. Die neue, robuste elektrische Zündung hat eine wesentlich längere Lebensdauer als bisher üblich – das senkt Betriebskosten und reduziert Ausfallzeiten. Und weil es bei der Flammpunktmessung heiß her geht und man nicht lange warten möchte, bis man weiterarbeiten kann, wurde ein besonderes Augenmerk auf das Abkühlen nach der Messung gelegt: Durch das patentierte Kühlsystem wird eine Temperatur zur sicheren Handhabung wesentlich schneller als bei vergleichbaren Geräten erreicht.

„Unsere Zielgruppe ist die chemische und die petrochemische Industrie, aber auch in anderen Industriebereichen kann der PMA 500 erfolgreich eingesetzt werden“, so Kenji Yamamoto über seine neueste Entwicklung.