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Joe Flow 09 - Thixotropie und Strukturerholung

Die meisten Messproben zeigen bei konstanter Scherbelastung eine Abnahme der Strukturstärke. Zur vollständigen Erholung brauchen sie mehr oder weniger Zeit.

Was ist Thixotropie – und was ist sie nicht?

Der Begriff Thixotropie setzt sich aus den griechischen Wörtern „thixis“ (Berührung) und „trepein“ (drehen, wenden, verwandeln) zusammen und bedeutet so viel wie Veränderung, Umwandlung durch mechanische Belastung.

In der Rheologie ist thixotropes Verhalten als zeitabhängiges Verhalten definiert. Es bedeutet eine Verringerung der Strukturstärke während einer konstanten Scherbelastung und einen mehr oder weniger schnellen, aber vollständigen Wiederaufbau während der nachfolgenden Ruhephase. Dieser Abbauund Wiederaufbauzyklus ist ein vollständig reversibler Vorgang. Eine Substanz, die ihre Struktur auch nach einer unendlich langen Ruhezeit nicht mehr aufbaut, ist nicht thixotrop. Ein Beispiel hierfür ist stichfester Joghurt. Nach dem Aufrühren bleibt er deutlich flüssiger, zeigt also eine bleibende Strukturveränderung.

Auch das gegenteilige Verhalten kann vorkommen. Baut eine Probe ihre Struktur während einer konstanten Scherbelastung auf und in der anschließenden Ruhephase wieder ab, spricht man von Rheopexie.Auch das rheopexe Verhalten ist ein vollständig reversibler Vorgang.

Oftmals wird der Begriff Thixotropie unkorrekterweise auch in anderen Bedeutungen verwendet. Dabei wird aber meist nur der Strukturabbau bzw. das zeitabhängige Fließverhalten beobachtet und nicht der Aufbau (etwa beim Fließplattentest von Lacken nach unterschiedlichen Ruhezeiten).

Im Gegensatz zur Thixotropie ist die Strukturviskosität als Verhalten definiert, bei dem die Viskosität mit zunehmender Scherbelastung abnimmt.

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