Untersuchung des Effekts von Tränenflüssigkeit auf Kontaktlinsen

Das Zetapotenzial zeigt Veränderungen in der Oberflächenchemie von Kontaktlinsen nach dem Tragen an und dient somit der Analyse biokompatibler Oberflächen.

Weiche Kontaktlinsen haben unterschiedliche Anforderungen hinsichtlich Sauerstoffpermeabilität, Benetzbarkeit und Tragekomfort zu erfüllen. Darüberhinaus sollen biokompatible Materialien, wie z.B. Phosphorylcholin oder Polyvinylalkohol, die Bildung von Biofilmen und die Adhäsion von Bakterien an der Oberfläche verringern, um so das Risiko von Augeninfektionen zu reduzieren.

Neue Monats- oder Tageslinsen weisen einen isoelektrischen Punkt (IEP, pH-Wert an dem ZP = 0 mV) bei pH 4 auf, was für ein Hydrogel auf Acrylatbasis charakteristisch ist. Nachdem Monatslinsen für die vorgegebene Zeit getragen wurden, verschiebt sich ihr IEP zu einem höheren pH-Wert, hauptsächlich aufgrund der Ablagerung von Proteinen wie Albumin (IEP 4,7), aber auch Lactoferrin (IEP 8,5) oder Lysozym (IEP 11,1) aus der Tränenflüssigkeit. Im alkalischen Bereich verschiebt sich das Zetapotenzial zu negativeren Werten, was sich einerseits durch die Anlagerung von Lipiden, andererseits durch verringertes Quellen erklären lässt. Die Kontaktlinse wird dadurch weniger hydrophil.

In der Messzelle für Kontaktlinsen des SurPASS™ 3 wird eine einzelne weiche Linse einfach auf einem "Modellauge" platziert. Das patentierte Design der Messzelle mit einem Mikrokanal, der die Oberfläche der Linse umgibt, ermöglicht die zerstörungsfreie Analyse des Zetapotenzials.


Referenz

G. M. Bruinsma, H. C. van der Mei, H. J. Busscher, Biomaterials 22 (2001) 3217-3224

 

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