Viskosität | Ist Ihre Sanitärkeramik bereit zum Formen?

Um einen weichen, feuchten Tonklumpen zu einem Becher oder einer Vase zu formen, erfordert das nicht nur einiges an Kreativität, sondern auch den richtigen Viskositätswert für ein perfektes Ergebnis. Die Verarbeitung von Sanitärkeramik ist um einiges industrialisierter und die Kreativität sieht man hauptsächlich bei der Entwicklung neuer Produkte und Designs. Die richtige Viskosität ist ein entscheidender Parameter, um ein einwandfreies Formergebnis und ein reibungsfreies Produzieren sicherzustellen. Nacharbeit, sowie Produktionsausschuss soll möglichst gering gehalten werden.

Zur Herstellung von Porzellan werden Wasser, Kaolin, Feldspat und Quarz mit Additiven aufgeschlämmt. Um den Wasseranteil im Schlicker möglichst gering zu halten, wird die dynamische Viskosität als wichtigste Qualitätsregel-größe verwendet. Abbildung 1 zeigt einen typischen Aufbau für die Aufschlämmung. Nach dem Vermischen der Rohstoffe haben sie im Behälter B01 Zeit, um zu reifen, bevor sie in den nächsten Behälter B02 überführt werden. Dort erfolgt die anfängliche dynamische Viskositätsein-stellung durch Beigabe von Wasser und Verflüssigungs-mittel. Nach erfolgter Reifung und Stabilisierung wird die Charge in den nächsten Behälter B03 gepumpt. Hier erfolgt die Feinjustierung auf den Zielviskositätswert. Der Schlicker wird schließlich in Formen gegossen oder gepresst.

Die Verweilzeit vor dem Entformen ist essentiell für die Bildung einer ca. 10 mm dicken Scherbenschicht. Vor dem Brennen wird der restliche Schlicker aus der Form entleert, das Stück getrocknet, manuell nachbearbeitet und glasiert.

Mittels Druckguss, einer Alternative zum klassischen Gießverfahren, reduziert sich die Verweilzeit erheblich und führt zu höheren Produktionsmengen.

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